Kognitiver Handlungsraum des Agents
Der Agent analysiert, versteht und entwickelt Optionen, bevor er sich auf eine Handlung festlegt:
- Beobachtung – der Bestand wirkt unplausibel.
- Hypothese – der Lieferant hat vermutlich weniger Rohmaterial geliefert als erwartet.
- Kontext prüfen – Material, Lieferant, Bestand und vorhandene Hinweise werden gesichtet.
- Optionen bewerten – nichts tun, weiter prüfen oder eine Inventur anfordern.
- Entscheidung – eine physische Verifikation ist erforderlich.
- Discover + Describe – die zulässige Handlung und die dafür nötigen Angaben werden ermittelt.
- Request for Inventory erstellen und Start Processing – Lieferant, Termin und Grund werden festgelegt, der Prozess wird gestartet.
- Warten / Monitoring – das Modell übernimmt die Ausführung, der Agent wartet auf das Ergebnis.
- Completed erkannt – ein Wake-up-Signal zeigt an, dass die Inventur abgeschlossen ist und Zahlen vorliegen.
- Ergebnisse auswerten – der Agent klärt, ob der Verdacht auf eine Bestandsabweichung begründet ist, und leitet daraus Maßnahmen ab.
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Deterministischer SCM-Handlungsraum
Sobald der Agent seine Intention wählt, übernimmt das ausführbare Modell Validierung, Zustandswechsel, Ereignisse, Regeln und Folgeaktionen. Die Request for Inventory wird angelegt, ein Approval Request automatisch erzeugt und gestartet. Bei positiver Genehmigung wechselt der Vorgang nach In Process, bei negativer Genehmigung nach Rejected. Ist die Lieferanteninventur durchgeführt und liegen Zahlen vor, meldet das Modell Completed zurück und reaktiviert den Agenten über ein Wake-up-Signal. Im Hintergrund folgt automatisch die fachliche Folge aus Interim Inventory Plan, Supplier Inventory, Material Participation und Counting – ohne dass der Agent diese Schritte einzeln anstoßen muss.
Kernaussage
Der Agent entwickelt den Erkenntnisweg, übergibt die Ausführung an das Executable Semantic Enterprise Model, wartet auf das Ergebnis, wird bei Completed und vorliegenden Zahlen automatisiert reaktiviert und zieht daraus fachliche Schlüsse. Das Modell bestimmt, was fachlich zulässig ist, und führt die Konsequenzen deterministisch aus. So entstehen faktenbasierte Entscheidungen und begründbare Handlungen.